Websites für Unternehmen: welche Bilder passen?

Bilder sind DAS Design-Element für Websites. Sie helfen den Inhalt zu transportieren, sich vom Mitbewerb abzuheben. Das Image positiv zu beeinflussen. Eine möglichst hohe Konversionsrate zu erreichen.

Deshalb: Was macht ein passendes Bild aus? Auftritt: Die Kriterien…



Relevanz: Warum generische Bilder nicht wirken

Systemarchitekten bei der Planung der Infrastruktur. Die beiden sind echt. Und sie stehen nicht vor der obligatorischen Flipchart...

Bilder brauchen Relevanz, niemand will generische Bilder sehen.

Der Zusammenhang mit dem Unternehmen bzw. dem Produkt muss den Nutzern klar sein. Sonst sind sie abgelenkt und nicht motiviert, sich mit dem Text der Website zu beschäftigen. Oder sie langweilen sich und verlassen die Website gleich wieder.

Mal ehrlich: ein Stock-Foto von zwei Gestalten im Anzug, die einander lächelnd die Hände schütteln: wen interessiert das? Und was sagt das wirklich aus?

 

 

Individualität: Was ein Bild faszinierend macht

Die Schwimmerin fliegt samt ihrer Flosse direkt auf den Betrachter zu. Realistisch? Nein. Ungewöhnlich? Auf jeden Fall. Auffallend? Wohl auch.

Bilder müssen einzigartig sein. Ein Bild das man schon 100 mal so oder in ähnlicher Form gesehen hat, sagt nur eines: austauschbar. Das wird auch auf das Unternehmen, das Produkt abgebildet.

Das gilt für überstrapazierte Motive (lächelnde Frau mit Headset erwünscht?) ebenso wie für die Bildsprache.

Wenn ein Bild neu ist, dann ist es etwas unbekanntes. Mit unbekannten Sachen beschäftigen wir uns deutlich länger. Und lieber. Deshalb müssen Bilder interessant sein - ganz besonders auf der Homepage.

Bilder die überraschen funktionieren am besten. Ein Bruch mit den Sehgewohnheiten weckt Interesse - und motiviert Nutzer sich weiter mit der Website zu beschäftigen. Und wenn das Bild Menschen aus dem Unternehmen zeigt, dann wirkt es gleich noch persönlicher.


 

Emotion: Wie Bilder unsere Stimmung beeinflussen

Auch Bildmacher dürfen von Zeit zu Zeit mies drauf sein. Nur: wäre das ein motivierendes Bild für eine Website? Eher nicht.

Als fühlende Wesen reagieren wir automatisch auf die Emotionen unseres Gegenübers. Wir spiegeln diese Emotionen, passen uns an sie an.

Sehen wir jemanden der traurig ist, dämpft das unsere Stimmung. Ist wer fröhlich, steckt das an. Und wenn wir einen Helden sehen, sind wir auch ein klein wenig ein Held...

Das funktioniert auch bei Bildern, speziell wenn sie Menschen zeigen. Die Emotionen in Bildern beeinflussen die Emotionen des Betrachters direkt. Und diese Emotionen bringen wir auch gleich in Verbindung mit dem Unternehmen bzw. dem Produkt. 

Es ist deshalb wichtig sich bei der Auswahl von Bildern bewusst zu machen, welche Emotion transportiert werden soll: Freude? Sicherheit? Ungezwungenheit? Flexibilität? Soll der Besitzer ihres Produktes bewundert werden? Beneidet?

Was auch immer die gewünschte Emotion ist: je besser sie abgebildet ist, desto wirksamer ist das Bild.

 

 

Konsistenz: Warum Inkonsistenz der Website schadet

Websites erzählen eine Geschichte. Mit Bildern und Text. Wenn diese Geschichte nicht konsistent erzählt wird, kommt ihre Botschaft nicht an.

Das gilt wenn Text und Bild nicht zusammen passen. Oder wenn der Stil von Bildern auf der Website nicht einheitlich ist. Solche Inkonsistenzen irritieren - und die Nutzer sind weniger geneigt, sich weiter mit der Website zu beschäftigen.


 

Umsetzung: Was ein gutes Bild für eine Website ausmacht

Damit Bilder ihre Wirkung auf Websites richtig entfalten können, müssen sie von den Nutzern gesehen werden. Folgende Charakteristika in der Umsetzung unterstützen das:

  • Hoher Kontrast

  • Stimmige Farben (zueinander passende Farben, nicht schrill, konsistent mit Emotion)

  • Qualität (nicht verwackelt, keine Bildfehler oder Artefakte, sauberer Bildausschnitt)

  • Einfach verständlich

  • Reduziert (zusätzliche Details erst bei näherer Betrachtung)

  • Ehrlich (wirkt nicht wie Werbung, falsch, kalt, unpersönlich oder übermäßig perfekt)

  • Groß genug (keine kleinen Bilder; wenn nötig beschneiden, nicht verkleinern)


 



Klingt das jetzt alles ein wenig kompliziert? Ist es eigentlich nicht. Einfach mal ein wenig im Web surfen und dabei schauen welche Websites ansprechend sind - und welche nicht.