Spaß am Set oder warum Lachen Bilder besser macht

Was ist die effektivste Möglichkeit verkrampfte Gesichter auf ein Bild zu bekommen? Tödlicher Ernst...

 

Menschen vor der Kamera sind meist nervös

Speziell wenn sie keine professionellen Models sind. Und wer ist das schon? Die Menschen auf meinen Bildern sind in den seltensten Fällen professionelle Models. Meist sind es meine Kunden selbst, die vor die Linse kommen. Und wegen der ungewohnten Situation nicht ganz rund sind. Glaubt mir, ich kann das nachvollziehen. Ich lass' mich selber nicht gerne fotografieren. Böse Zungen behaupten ja, ich stünde hinter der Kamera damit ich nicht davor stehen muss...

 

...und das sieht man

Wenn die Hauptperson auf dem Bild nicht entspannt ist, sieht man das. Die Haltung ist verkrampft, das Lächeln eingefroren. Es macht einfach keinen Spaß. Man will schnell wieder weg. Auch das sieht man. Schade um das Bild und die verlorene Zeit.

 

Die Lösung: Spaß an der Freude

Das ist der Grund warum ich alles tue um bei Shootings und auf Sets eine positive Stimmung zu bekommen. Ich will Lacher hören, es soll jeder seinen Spaß daran haben dabei zu sein. Und darauf vergessen, dass da eine Kamera und eine gefühlte Tonne Equipment herum stehen. So ist jeder entspannt und sie/er selbst. Die Begeisterung und Freude sieht man auf den Bildern. Und man nimmt nicht nur wunderbare Aufnahmen mit, sondern auch die Erinnerung an ein unterhaltsames Shooting.

Foto- und Filmaufnahmen sind harte Arbeit, ohne Frage. Freude und Spaß sind deshalb aber nicht verboten.

[Ich samt todschicker Badehaube im Pool]

Wenn ihr mich also auf einem Set herumscherzen hört, dann mache ich das weil ich (a) das eben gerne mache und (b) weil es die Stimmung hebt und alle Beteiligten locker macht. Alle Beteiligten. Auch Fotografen und Assistenten können sich verkrampfen.
 

Ist das nicht unprofessionell?

Nein, ist es nicht. Es gibt keine Gesetze oder Regeln die verbieten Spaß zu haben. Und das Ziel ist immer noch ein gutes, effizientes Shooting mit tollem Ergebnis. Dafür ist alles willkommen was nicht direkt verboten ist. Es kommt auch auf die Situation an, wie weit man geht. Manchmal mache ich mich mehr zum Clown (siehe Bild), manchmal läuft es eher nüchtern ab.  Ganz wie's gerade am besten passt.

Als Fotograf ist man eben gleichzeitig Organisator, Problemlöser, Künstler, Techniker und Entertainer.

Und gerade das macht die Sache so spannend.